Gesamtschaden in Millionenhöhe
Nach Schätzungen vieler Wohnungs- und Grundbesitzervereine lagen die Mietausfälle durch Mietnomaden im Jahre 2005 bei etwa 2,2 Milliarden €. Dies betrifft allein die Mietausfälle und enthält noch nicht die Ausgaben, die dem Vermieter durch Gerichtskosten, Anwaltsgebühren, Zwangsräumung und anschließender Sanierung des Mietobjekts entstehen.
Ein einziger Mietnomade verursacht einen durchschnittlichen Gesamtschaden von 22.000 bis 44.000 €. Dies kann im Einzelfall für den Vermieter den Ruin bedeuten.
Prozess- und Renovierungskosten
Der Vermieter muss mit den Prozesskosten für Gericht und Anwalt sowie den Kosten der Zwangsräumung in Vorleistung treten und bleibt grundsätzlich auf den kompletten Kosten sitzen, da beim Mietnomaden in der Regel nichts zu holen ist.
Dazu kommt, dass die Mietwohnung häufig durch den Mietnomaden verwüstet wurde und nun erst saniert werden muss, bevor sie wieder vermietet werden kann. Dem Mieter entstehen so leicht Schäden von mehreren 10.000 €.
Finanzieller Ruin
Schließlich sind auch die ausgefallenen Mieten zu berücksichtigen, die während der gesamten „Mietzeit“ vom Mietnomaden nicht gezahlt wurden.
Besonders hart trifft es hier Eigentümer, die ihre Immobilie zur Altersvorsorge erworben haben oder deren Immobilie mit einer Hypothek belastet ist. Sie sind auf pünktliche Mietzahlungen angewiesen und können sich keinen Finanzierungsausfall leisten.
Im Einzelfall droht dem Eigentümer durch den Einmietbetrug der finanzielle Ruin und er muss seine Immobilie wieder verkaufen, meist weit unter Wert, um den Schaden möglichst gering zu halten.
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